Hotel und Gastronomie

Die Gastronomie muss lukrativer werden – auch für Azubis

Hotel und Gastronomie

Zukunft der

Gastronomie

 

Die Gastronomie muss lukrativer werden – auch für Azubis

Zum 1. August 2022 gehen neue Ausbildungsordnungen für die Gastronomie an den Start. Es gibt neue Berufsbezeichnungen. U.a. wird aus dem Restaurantfachmann/frau der Fachmann bzw. die Fachfrau für Restaurant- und Veranstaltungsservice und die Hotelkaufleute werden zu Kaufleuten für Hotelmanagement. Neu ist auch die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche um ein Jahr zu verlängern, um Koch oder Köchin zu werden. In den dreijährigen Berufen zwischen Theke und Zimmerservice hält die gestreckte Abschlussprüfung Einzug. Es verändert sich Einiges für die Ausbildungsbetriebe. Doch was bewegt einen Gastronomen in diesen Zeiten noch viel mehr?

„Das Gastgewerbe muss lukrativer werden“,

da ist sich Giuseppe Sansone sicher. Er hat bereits vom DEHOGA Nordrhein Informationen erhalten, wie sich die Vergütungen für seine zukünftigen Azubis verändern werden und sieht darin einen richtigen Weg. Die inhaltlichen Veränderungen haben für ihn noch keinen Fokus, denn dort vertraut Sansone auf seine Fachkräfte. Die praktische Ausbildung sei nicht die Herausforderung. Sein Ausbildungspersonal ist dafür gut aufgestellt. Ihm bereitet vielmehr die Berufsschule, also die theoretische Ausbildung, Sorge. Seit Jahren stellt er fest, dass die Ansprüche dort nachlassen. Es ist nicht selten, dass Guiseppe Sansone so genannte ausbildungsbegleitende Hilfen, also Nachhilfe für Deutsch und Mathe, zusätzlich zur Ausbildung für seine Azubis einschaltet. Für seine Häuser der gehobenen Gastronomie ist die klassische Kundenorientierung ein zentraler Punkt zum Erfolg. Auch wenn Auszubildende heute sehr viel besser mit Social Media wie Instagram oder Facebook klarkommen, so ist es wichtig im Restaurant, die angemessene Kommunikation möglichst schnell zu erlernen.

„Ältere Gäste zu duzen, geht gar nicht.“ nennt er als Beispiel.

Doch es gibt noch einen Umstand, der dieser Tage viel stärker wiegt:
„überhaupt jemanden zu gewinnen“, so Sansone. Vielleicht ermöglichen die Veränderungen in den Ausbildungsberufen und auch die steigende Wertschätzung durch eine sich entwickelnde Vergütung neue Anreize für die Branche. Herr Sansone setzt im Bereich der Rekrutierung auf die Optimierung seiner Webseite und auf eine zeitgemäße Ansprache und die Kunden, die hoffentlich wieder mehr und mehr in die Restaurants strömen.

Wir wünschen Guiseppe Sansone viel Erfolg dabei und danken für den Einblick in die Welt der Ausbildung in der Gastronomie.
Alle Infos zu den neu geordneten Gastronomieberufen finden Sie beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Tilman Liebert, 08. Juni 2022